Ein Jahr

Vor einem Jahr unter der Buche… da hat alles anfgefangen. Oder doch nicht. Angefangen hat es ja viel früher. Aber ich glaube, von da an gab es für mich kein Zurück mehr. Die Stunde mit dir unter dem Baum war wunderschön. Ich habe dort mein Glück gefunden. Ich hätte mir nie im Traum vorstellen können, dass es so schön ist, mit einem geliebten Menschen einfach nur so dazuliegen und einander zu spüren. Danke dass du mich zum Leben erweckt hast.

Ich war an diesem 10. Juni abends noch lange bei uns im Garten und habe an dich gedacht und dich noch überall gefühlt.

Du im Engandin und ich am Neuenburgerseee. Ich war verzweifelt. Nach all diesen schönen Momenten hatte ich das Gefühl, dass nun alles zu Ende sei. Ein schöner Traum – einmal mehr nur eine Ahnung von dem, wie es sein könnte… Und nun: alles zu Ende?
Ich wollte dich gehen lassen – ich glaubte, dass es für dich besser sei, dass du deine Familie retten willst und musst. Es hat mir fast das Herz zerissen. Ich habe lange geweint am Ufer des Neuenburgesees.

Tage später im Jura: Wir haben stundenlang getschättet. Wir haben viel besprochen, viel geweint und viel geschrieben. Da entdeckte ich diesen Regenbogen und langsam kam bei mir wieder etwas Hoffnung auf.

Immer wieder der Mond… Das ist etwas, das uns verbindet. Ich weiss gar nicht mehr genau, warum der Mond so wichtig wurde… Weil du mal im Nachthemd draussen schauen gingst? Und ich ein schlechtes Gewissen hatte, dass ich dich noch „rausgejagt“ habe?

Und dann waren Herbstferien. Du hast mir einen Herzstein geschickt, den ich lange immer in der Hosentasche herumgetragen habe. So warst du immer fühlbar nahe. In Korfu sah ich dann ganz viele Herzsteine. Die hätte ich dir am liebsten alle mitgebracht. Ich habe dich heftig vermisst in dieser Woche – und ich wusste, dass du anschliessend gleich auch noch wegfahren würdest.

Und dann habe ich Therese von uns erzählt. Es war eine schlimme Zeit. Ihre Reaktion kam für mich wirklich überraschend. Es war ein schöner Herbst – mit vielen traurigen Momenten.

Von einem Tag auf den anderen habe ich in Bern gewohnt. Zuerst eine Woche im Studio, dann in Bümpliz.

Weihnachten – jedes von uns beiden mit seiner Familie. Aber eigentlich wär ich lieber bei dir gewesen. Einen Sonnenuntergang wollten wir auch schon lange zusammen erleben… einen so schönen. Aber vielleicht am Meer und nicht über dem Nebelmeer.

Und wieder alles neu im Neuen Jahr. Ich wohne an der Sahlistrasse. Es ist so ein Glück, dass ich ein so schönes Zimmer gefunden habe. Ich fühle mich nach wie vor eigentlich wohl hier. Dennoch wäre ich glücklich über eine eigene Wohnung… weil du dann dort auch zu Hause sein könntest.

Ich finde es wunderschön mit dir verrückte Sachen zu machen – in Thun einsteigen und Handschuhe verstecken zum Beispiel. Oder hinter der Plakatwand winken. Oder unvernünftigerweise irgendwo hinreisen, schnell mal in Brugg Mittagessen, in Bern frühstücken… Das bedeutet für mich Leben. Genauso wie jede Unternehmung mit dir für mich Leben bedeutet. Danke, dass du mich zum Leben erweckt hast.

Ich hatte noch  nie einen so wunderbaren Geburtstag wie in diesem Jahr: eine Überraschung nach der anderen. Es tat mir so gut. Und das grösste Geschenk bist du!

Ein Rosenherz für einen Nicht-Rosenkavalier. Es war wunderschön!

An deinem Geburstag hätte ich dich gerne noch viel mehr verwöhnt… im nächsten Jahr klappt das. Da hab ich eine eigene Wohnung und kann dort machen, was ich will.

Siehst du, wie glücklich ich auf dem Foto bin? Du bist die Ursache. Du machst mich immer wieder glücklich. Ich liebe dich unendlich fest.

Ein Jahr… ist das lange oder kurz? Ein Jahr, in dem viel passiert ist. Mein Leben hat sich ziemlich verändert. Deins auch.

Ich hoffe, dass du nichts bereust. Ich bereue nichts. Im Gegenteil. Du bist das beste was mir in meine Leben passieren konnte.

Ich freue mich auf das zweite Jahr mit dir und auf all die vielen neuen gemeinsamen Erlebnisse.

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